… dieses Statement ist nicht totzukriegen.

Ich meine: Quatsch mit Soße! Man kann doch nicht allen Mitarbeitern, die zur Baby Boomer Generation gehören, pauschal unterstellen, sie seien unflexibel.

Es sind doch eher Lernfelder, die bei einem 50plusser eben anders liegen als bei einem 30jährigen frisch von der Uni.

Und in dieser Beziehung ist es durchaus gefragt, sich auf konstruktive Art an der Nase zu fassen – auf beiden Seiten des Schreibtisches.

Das Lernen „im Alter“ verändert sich

Unternehmen schreiben sich gerne das „lebenslange Lernen“ auf die Fahnen. Doch dahinter steht die persönliche Weiterentwicklung.

Es ist also durchaus auf Seiten der Bewerber – und MitarbeiterInnen – gefordert, sich einzulassen (was meiner Erfahrung nach die meisten liebend gerne tun, auch wenn manches neue Lernfeld durchaus ein wenig verunsichern kann.)

Vor allem aber wünsche ich mir, dass Unternehmen sich immer mehr zur persönlichen Weiterentwicklung tendieren. Ja, es macht Arbeit, herauszufinden, welcher Bildungsbedarf tatsächlich besteht. Und den nächsten Schritt nach der Analyse auch noch exakt zu gehen.

  • Nämlich wo, wie und wer kann meinem Mitarbeiter wozu befähigen?
  • Was genau braucht es dabei an Unterstützung?
  • Benötige ich externe Ressourcen oder komme ich mit der vorhandenen internen Kompetenz in dieser Situation zurecht?

Es gibt unterschiedliche Lernängste und damit wird die Lernsituation je nach Persönlichkeitstyp zu einer anderen Herausforderung. Dazu braucht es ein gutes methodisch-didaktisches Händchen und ein klares, zielorientiertes Konzept. Die Durchführungsqualität bestimmt über den Lerntransfer und damit auch den Boden, bei älteren Mitarbeitern das Wissen – und die Zuversicht – zu vertiefen.

Das würde ich gerne den Leuten entgegenrufen, die mit so einem doofen Satz „Ältere Mitarbeiter sind unflexibel“ kommen.