Ja, im ersten Augenblick ist die größere Erfahrung durchaus ein Argument für 50plusser:

  • Die Lebenserfahrung ist logischerweise umfassender und vielfältiger.
  • Wer mehr Erfahrung hat, bringt mehr Routine mit und kann in der Regel situationsgerecht handeln. Gefahren einer Situation werden wahrscheinlich rascher erkannt.

Da spielt eben mit rein, dass wir so manches Vergleichbare im Leben schon gemeistert haben, mit dem Jüngere noch nicht – oder noch nicht oft genug – konfrontiert waren.

Allerdings haben jüngere Semester Erfahrung auf einem anderen Gebiet, auf dem wir Ältere oftmals weniger aufweisen können, und zwar:

  • bei den digitalen Kompetenzen
  • und dem Zurechtfinden in der heutigen VUCA-Welt.

Es ist also ganz wunderbar, wenn Sie sich Ihres Erfahrungsschatzes bewusst sind, die Sie als älterer Bewerber mitbringen und mit denen Sie vieles in die Waagschale werfen können, was Jüngere nicht haben.

Genauso wichtig ist aber, dass Sie auf dem Schirm haben, dass die Jüngeren – ebenfalls Kraft ihres Alters – Erfahrungen mitbringen, einfach weil sie in unsere aktuelle schnelllebige und digitale Zeit buchstäblich reingewachsen sind.

Erfahrung hat viele Gesichter

Zum Glück haben viele Firmen erkannt, dass es immer nötiger wird, eine Mischung an Mitarbeitern einzustellen. Denn Erfahrung hat viele Facetten und gerade verschiedene Generationen ergänzen sich hervorragend im Berufsleben.

Das bedeutet aber auch, dass wir Älteren in teilweise ungewohnten Disziplinen gefragt sind. Kein Problem für alle, die immer gerne dazulernen.

Als Coach kann ich Ihnen sagen: Gewisse Grundkompetenzen und digitale Erfahrungen müssen bereits bei der Bewerbung mitgebracht werden. Da nützen nicht mehr allein die Lebens- oder  ausgiebige Berufserfahrungen.

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